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Erfahrungsbericht übers CC-Reiten mit Hufschuhen

Steffi K., Kundin von Bitsnboots
Mai 2015



Liebe Melanie

Ich versuche nun endlich mein Versprechen einzulösen – einen Erfahrungsbericht übers Reiten bzw. CC-Reiten mit Hufschuhen zu schreiben.
Ich selber habe Pferde barhuf, mit gestollten, aber auch ungestollten Hufschuhen, mit Eisen mit und ohne Stollen in CC-Prüfungen und Trainings geritten bis Stufe 1*.
Die schlechtesten Erfahrungen habe ich mit ungestollten Hufschuhen gemacht. Diese sind rutschig und ungeeignet um auf Gras zu reiten – und zwar unabhängig der Witterung. Ähnlich, aber nicht ganz so schlimm verhält es sich mit Eisen ohne Stollen. Ohne gar nichts, also barhuf, hat das Pferd meiner Meinung nach, das beste Gefühl für die Bodenbeschaffenheit und reagiert entsprechend (schliesslich will das Pferd ja auch nicht stürzen!), jedoch kann es je nach Bodenverhältnissen auch rutschig werden. Da hilft nur eins runter vom Gas und Wendungen korrekt über den äusseren Zügel reiten! Gestollte Hufschuhe, wie auch gestollte Eisen sind sehr sicher auf Gras und eigentlich bei praktisch jeder Witterung in Ordnung zum Starten / Trainieren. Bei Eisen, v.a. aber auch bei den Hufschuhen ist auf perfekten Halt am Huf zu achten! Hierzu eignen sich nicht alle Hufschuhe gleichermassen. Die besten Erfahrungen habe ich mit perfekt sitzenden SwissHorseBoots (SHB) gemacht, weil sie sehr leicht, sich nicht mit Wasser vollsaugen und extrem langlebig sind. Aber in der Anpassung sind sie einiges komplexer als andere Modelle!
Erfahrungen habe ich auch mit den Old Mac’s, welche man kaum verliert, aber für mich sind sie zu klobig und zu schwer und sie saugen sich voll mit Wasser, dadurch sind sie noch viel schwerer und auch zum Reinigen sind sie viel aufwändiger als der SHB – aber: ich habe sie noch nie verloren! Bei allen Hufschuhen habe ich jeweils 4 Stollen pro Schuh montiert: 2 grosse im Ballenbereich und 2 kleine vorne im Zehenbereich (ich bin nicht sicher, ob es die an der Zehe bräuchte, bin aber immer nur so geritten und hatte ein gutes Gefühl dabei).
Das Reiten mit Hufschuhen bzw. Barhuf hat viele Vorteile v.a. auch was die Gesundheit des Pferdes, die Hornqualität und die Stellung der Hufe betrifft. Die Hornqualität verbessert sich durch die Stimulation der Durchblutung des Hufes (weitere Infos und interessante Details: Buch: Pierre Enoff: le silence des chevaux) und Stellungsfehler können durch tägliche bzw. wöchentliche Korrekturen schonend ständig etwas verbessert werden.
Auf der anderen Seite hat man im Vergleich zum Reiten mit Eisen einen rechten Mehr-Aufwand. Von den Kosten her gesehen ist das Reiten mit Hufschuhen wahrscheinlich geringfügig günstiger – es kommt darauf an, wie viel Hufbearbeitung man selber macht bzw. wie oft man einen Huforthopäden/in engagiert und wie grosse der Hufschuh-Verschleiss ist.
Der nächste Abschnitt ist mir sehr wichtig:
Will man wirklich mit barhuf bzw. Hufschuhen Turniere reiten, sollte immer das Wohlergehen von Pferd und Reiter im Vordergrund stehen und niemals die Schleife und der Sieg! Man muss korrekt über den äusseren Zügel Wendungen reiten können, das Pferd muss gut an den Hilfen stehen. Spürt man, dass der Boden nicht so hält, wie man dachte, muss man bereit sein langsamer zu machen oder grössere Wendungen zu reiten, das kann einem den Sieg kosten. Auch schaue ich mir den zureitenden Parcours mit viel Köpfchen und etwas anders an. Wie ist die Bodenbeschaffenheit vor, nach, zwischen den Sprüngen, in Wendungen, nach dem Wasser? Beim Rausreiten aus dem Wasser wird es bald nass sein, muss ich da gleich eine Wendung einleiten oder kann ich genügend weit vorwärts reiten bis eine Wendung kommt? All diese Überlegungen beeinflussen mein Reiten!
Das Unangenehmste beim Starten mit Hufschuhen ist, dass man sich keine `Fehler‘ erlauben darf, denn sofort sind die Hufschuhe bzw. das Barhuf-Reiten schuld daran. Leider wurde schon mehrmals besprochen, ob man für Turniere ein barhuf- und Hufschuh-Verbot erlassen soll. Glücklicherweise ist das noch nicht eingetroffen! Das fände ich sehr schade. So ein Verbot käme wahrscheinlich nicht aus einer breit abgestützten Untersuchung von Pro und Contra, sondern eher aus einem Bauchgefühl heraus oder aus Angst, weil viele zu wenig übers Barhuf-Reiten wissen oder weil man meint, Barhuf-Reiter seien unausgebildete Wald-und Wiesenreiter, welche gefährlich unterwegs seien. Was es auch gibt, aber das gibt’s auch bei den Reitern mit beschlagenen Pferden und: schliesslich war jede/r mal Anfänger. Starte ich im Ausland, montiere ich heute normale Eisen, weil es mühsam ist, herauszufinden was im jeweiligen Land bezgl. Barhuf/Hufschuhe erlaubt ist. Für meine Barhufer war es jeweils kein Problem für einige Tage oder Wochen Eisen zu tragen und diese dann wieder los zu werden und barhuf weiterzumarschieren. Die Unterschiede für mich sind aber sehr wohl sichtbar – v.a. an der Qualität des Strahls und das innert kürzester Zeit!

So, ich hoffe mit diesem Schreiben endlich mein Versprechen eingelöst zu haben.
Liebe Grüsse
Steffi

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